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Burg Brattenstein - Ostflügel - in Röttingen

Wiederaufbau des Ostflügels und Errichten einer neuen Tribüne für die Frankenfestspiele



Bauherr : Stadt Röttingen
Planung : Schlicht Lamprecht Architekten, Schweinfurt
Bauvolumen : ca. 1.900.000 €
     
Leistungsbild : Bestandsuntersuchung in statisch-konstruktiver Hinsicht
Entwurfsplanung
Statische Berechnung
Ausführungsplanung
Ingenieurtechnische Betreuung
Nachweis der Feuerwiderstandsdauer tragender Bauteile
Überwachung der Tragwerkseingriffe
     
Konstruktion : Die Herausforderung bestand in konstruktiver Hinsicht im größtmöglichen Erhalt der vorhandenen Bausubstanz und der brandschutztechnisch erforderlichen Schließung des mächtigen Ostgiebels der Burg Brattenstein. Die Konstruktion des Neubaus wurde so ausgelegt, dass die vorhandenen Fundamente und Erdgeschossaußenwände wiederverwendet werden konnten.

Der Schuttberg des 1971 eingestürzten historischen Gebäudes wurde mit einer freitragenden, feuerbeständigen Stahlbetondecke überbaut, sodass der Schuttberg für die Nachwelt als Dokument erhalten werden konnte. Die Tribüne wurde als weitgespanntes Tragwerk mit möglichst wenigen Stützen errichtet. Die Realisation erfolgte durch ein Stahltragwerk mit versteckter Mittelpfette und darauf auskragenden, einhüftigen Stahlgespärren. Für die Verblendung neuer Außenmauern wurden zum großen Teil die noch vorhandenen historischen Bruchsteine des eingestürzten Altbaus wiederverwendet.

In die vorhandene Holzkonstruktion des Ostgiebels am Westbau wurde eine Brandwand aus Mauerwerk mit Stahlbetonaussteifungsstützen eingebaut und mit Bruchsteinmauerwerk in historischer Manier verblendet. Die alte „Wunde“ wurde statisch, brandschutztechnisch und städtebaulich „geheilt“.

Das Bauwerk wurde mit dem Bayerischen Tourismus Architektur Preis 2019 ausgezeichnet.